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Der HCK feiert seinen 60. Geburtstag

300 Personen aus der ganzen HCK-Familie verwandelten am Samstagabend das Meisterschaftsspiel des HC Kriens-Luzern gegen den RTV Basel in eine grosse Geburtstagsparty. 1966 gegründet, feierte der HC Kriens seine erfolgreiche Geschichte mit Nostalgie und einigem Pomp.

 

Ein Sieg zum Jubiläum
Für einmal mussten die QHL-Akteure des HC Kriens-Luzern den Platz im Rampenlicht dem Stammverein überlassen. Der HC Kriens feierte sein 60-jähriges Bestehen und blickte auf eine ereignisreiche Vergangenheit zurück. Eine Vergangenheit, die bescheiden und leise begann, immer lauter wurde und bis an die nationale Spitze des Handballs führte. Das Team um Trainer Thomas Zimmermann, er selbst ehemaliger HCK-Junior, beschenkte den Verein in einer unterhaltsamen Partie mit einem 39:34. Der Sieg war nie in Gefahr und die 2666 Zuschauenden wurden Zeugen von einem Selbstbewusstsein, das Lust auf mehr macht.

Zuvor zelebrierten 300 eng mit dem HCK verbundene Gäste die Vereinsgeschichte. Es war nicht nur eine Geburtstagsfeier, sondern ein Dankeschön an ehemalige und aktive Spielerinnen und Spieler, Helfende, Sponsoren, Gründungsmitglieder, Trainer, Schiedsrichter und viele mehr. Die Gäste kleideten sich in frühere Vereinsdress und Trainingsanzüge, die noch erstaunlich gut passten. Die einzigartige Auswahl an alten Fotos, die während des ganzen Abends präsentiert wurden, katapultierten manch eine und manch einen zurück in die Vergangenheit.

Nostalgie und Aufbruch
Als 1966 ein paar sportbegeisterte Krienser aus der Jungwacht und dem Turnverein den Handballclub Kriens gründeten, ahnte noch niemand, dass der Verein 60 Jahre später zu den Topadressen im Schweizer Handball zählen und international für Furore sorgen würde. Es dauerte zwölf Jahre, bis mit dem Aufstieg in die 1. Liga ein erstes Mal ein Blick über den regionalen Tellerrand gewagt werden konnte. Die ganze Geschichte inklusive der Promotionen 1991 in die NLB und 2007 in die NLA wurde in einer illustren Gesprächsrunde spannend und unterhaltsam thematisiert. Ernst Zimmermann als Gründungsmitglied und mehrere Vereinspräsidenten aus unterschiedlichen Epochen gewährten Einblicke in die damalige Zeit. Der eine oder andere Schwank aus vergangenen Tagen zeigte die unvorstellbare Entwicklung des Vereins und des Handballsports als Ganzes. Jede Generation hatte ihre Hürden zu meistern und durfte Erfolge feiern. Im Mittelpunkt standen aber immer die vielen Menschen, die den HC Kriens in den vergangenen 60 Jahren mit ihrem Engagement und ihrer Freude
geprägt haben.

Die Gegenwart und die Zukunft verheissen grosse Träume und Ziele des QHL-Teams, gepaart mit schwierigen Bedingungen für den Stammverein. Grösser und erfolgreicher werden bedeutet gleichzeitig ein stetig wachsender Bedarf an ehrenamtlichen Helfenden und an finanziellen Mitteln. Diese Hürde muss die aktuelle und die künftige Vereinsführung nehmen, dann wird in 10 Jahren wieder gefeiert.

Schlagerparty in die Nacht hinein
Als dann die Tore der PILATUS ARENA für alle Fans für das QHL-Spiel öffneten, verwandelte sich der HCK-Geburtstag zu einem veritablen Rummelplatz, auf dem viele kleine und grosse Geschichten geschrieben wurden. Die PILATUS ARENA lancierte einen Kriens-grünen HCK-Drink, zahlreiche Einlaufkids führten die Stars von heute auf die Platte, die Raiffeisenbank weihte den Family-Corner mit hunderten von begeisterten Kindern ein und Gründungsmitglied Ernst Zimmermann durfte den Ehrenanstoss durchführen. Selbst die Basler Spieler genossen den Moment trotz Niederlage, wurden sie doch von den vielen Kids frenetisch umjubelt und abgeklatscht. Es wurden Autogramme verteilt, Champions-League-Träume gehegt, Foto-Souveniers gesichert und alte Freundschaften neu entfacht.

Nach dem umjubelten Sieg verwandelte sich das Foyer der PILATUS ARENA passend zum aktuellen Wintereinbruch in eine Skihütte und "der Après-Ski Lehrer" heizte mit Krachern aus der Schlagerwelt ein. Die QHL-Spieler gesellten sich ebenso zur Geburtstagsparty und bewiesen einmal mehr, dass auch sie stolz sind, ein Teil der HCK-Familie sein. Ihnen kommt die wichtige Aufgabe zu, für sportliche Emotionen und Erfolge zu sorgen. Eine letzte Episode wurde um Punkt Mitternacht geschrieben, als wortwörtlich der Stecker gezogen wurde, sonst würde noch immer gefeiert.

Autor: Martin Kaufmann

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